Der Gastaufnahmevertrag

Mit einer mündlichen oder schriftlichen Unterkunftsreservierung wird mit dem Gast ein rechtsgültiger Vertrag abgeschlossen. Es kommen die Bestimmungen des befristeten Mietvertrages aus dem BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) und zusätzlich die Rahmen-Mietordnung des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (DEHOGA) zur Anwendung.

Die Rahmenmietordnung

1. Der Gastaufnahmevertrag ist abgeschlossen, sobald das Zimmer bestellt und zugesagt ist.

2. Der Abschluß des Gastaufnahmevertrages verpflichtet die Parteien zur Erfüllung des Vertrages, gleichgültig auf welche Dauer der Vertrag abgeschlossen ist.

3. Der Vermieter ist verpflichtet, bei nicht Bereitstellung des Zimmers dem Gast Schadensersatz zu leisten.

4. Der Gast ist verpflichtet, bei Nichtbeanspruchung der vertraglichen Leistungen den vereinbarten und betriebsüblichen Preis zu zahlen, abzüglich der vom Vermieter ersparten Aufwendungen. Die Einsparungen betragen nach Erfahrungssätzen der Internationalen Hotelordnung bei der Übernachtung 20% des Übernachtungspreises, bei Pensionsvereinbarungen (Zimmer mit Verpflegung) 40% des Pensionspreises.

5. Der Vermieter ist nach Treu und Glauben gehalten, nicht in Anspruch genommene Zimmer nach Möglichkeit anderweitig zu vermieten. Bis zur Anderweitigen Vermietung des Hauses haftet der Gast nach Ziffer 4.

6. Alles übrige regelt die Hotel- und Hausordnung der einzelnen Betriebe.


Vorsorglich ist eine RRV in Betracht zuziehen!